Wasser und Abwasser
Wasserversorgung Unterlunkhofen
Rottenschwilerstrasse 16
8918 Unterlunkhofen
Telefon: 056 649 91 72
Wasser – Quelle des Lebens!
Pumpenwart:
Herbert Koller, Tel: 056 634 15 53, Natel: 076 425 34 27Brunnenmeister:
Fredi Humbel, Tel: 056 634 22 55, Natel: 079 647 53 90
Jährlich werden ca. 80’000 m3 Wasser verbraucht!
Die Wasserversorgung Unterlunkhofen bezieht das Trinkwasser vorwiegend aus Quellen. Die Quellen Erlismatt und Gruebrain vermögen zusammen den Bedarf an Trink-, Brauch- und Löschwasser während grossen Teilen des Jahres abzudecken. Zusammen mit der Trinkwasserzufuhr aus dem Grundwasserpumpwerk Gehrenmatt kann die Versorgung jederzeit und auch bei steigender Einwohnerzahl mittelfristig problemlos abgedeckt werden.
Der Pumpenwart, Herbert Koller, pflegt unsere Anlagen mit viel Fachwissen und grossem persönlichem Einsatz. Dies im Bewusstsein, dass es sich beim kostbaren Gut «Wasser» um das wichtigste Lebensmittel handelt! Regelmässige Kontrollen des kantonalen Laboratoriums bestätigen die hohe Qualität unseres Trinkwassers.
Trinkwasserversorgung in Notlagen
Die Trinkwasserversorgung Unterlunkhofen ist verbunden mit den Gemeinden Rottenschwil und Oberwil-Lieli. Mit der Gemeinde Rottenschwil besteht ein Vertrag, welcher die gegenseitige Wasserlieferung in Notlagen regelt.
Unser Pumpwerk Gehrenmatt zapft einen Grundwassersee an, der wie ein grosses Reservoir wirkt. Dieser Grundwassersee hat eine relativ hohe Trägheit. Das bedeutet, dass bei Wasserknappheit zwar rasch eine grosse Menge Wasser bester Qualität zur Verfügung steht, sich dieser Grundwassersee aber nur langsam wieder füllt.
Rottenschwil dagegen pumpt aus einem Grundwasserstrom. Dieser liefert bei Notsituationen kurzfristig zwar nicht gleich grosse Mengen wie unser Grundwassersee, hat dafür den Vorteil, dass dauernd grössere Wassermengen fliessen.
Abwasserverband Kelleramt
Kläranlage
Aufeld
8918 Unterlunkhofen
Klärmeister, Telefon: 056 634 10 80
Othmar Hoppler, Natel: 079 346 26 58
ara.kelleramt@bluewin.ch
In Unterlunkhofen, unmittelbar in der Nähe der Reussbrücke, steht die regionale Abwasserreinigungsanlage «ARA Kelleramt». Hier wird das Abwasser aus den Gemeinden Arni, Islisberg, Oberlunkhofen, Unterlunkhofen, Oberwil-Lieli und Rottenschwil gereinigt und anschliessend sauber in die Reuss eingeleitet.
Präsident des Gemeindeverbandes
Abwasserverband Kelleramt
Toni Burkart, Telefon: 056 634 10 05
Berghofstrasse 10
8918 Unterlunkhofen
anton.burkart@wsl.ch
Die anfangs der Siebzigerjahre erstellte Abwasserreinigungsanlage (ARA) Kelleramt reinigt die Abwässer der in einem Zweckverband zusammengeschlossenen Gemeinden Arni, Islisberg, Oberlunkhofen, Oberwil-Lieli, Rottenschwil und Unterlunkhofen. Mit dem zur Zeit laufenden Ausbau und der Technischen Anpassungen wird die Reinigungsleistung von heute 7'700 Einwohnerwerten (EW) neu auf 12'800 EW angehoben. In einer ersten Bauphase wurde die mechanische Stufe mit einer neuen Feinrechenanlage und einem Havariebecken erstellt. Zwischen den Klärbecken wurde ein unterirdischer Betriebsraum für verschiedene verfahrenstechnischen Anlagen gebaut. Als Kernstück der Abwasserreinigung werden die bestehenden Belüftungsbecken aufgestockt und mit getauchten Trägermodulen zur Leistungssteigerung ausgerüstet. Dies erfolgt mit einem für die Schweiz erstmals eingesetzten Textiltuchsystem „Cleartec“.
Aus dem Rechenschaftsbericht 2008 des Abwasserverbandes:
Ausbau und Sanierung der ARA
Das Jahr 2008 war wiederum geprägt durch den Ausbau und die Sanierung der Kläranlage. Termingerecht wurde die 3. Bauetappe in Angriff genommen. Diese letzte Etappe beinhaltete die Betonsanierung der Biologiebecken, Einbau Textiltuchsystem „Cleartec“, Umbau und Sanierung Betriebsgebäude, Umgebungsgestaltung, Belagseinbau sowie verschiedenste Umbau- und Installationsarbeiten. Sämtliche Umstellungen auf die neuen Reinigungsanlagen haben einwandfrei funktioniert.
Mit der Inbetriebnahme der neuen Kläranlage hat das Schlammvolumen deutlich zugenommen. Damit das Stapelvolumen für die Schlammmengen während den Wintermonaten und auch für die Vollbelastung der ARA ausreicht, wurde ein neuer 540m3 grosser Stapelsilo erstellt. Im Berichtsjahr wurden Dichtigkeitsprüfungen und erste vorschriftsgemässe, sicherheitstechnische Bauabnahmen durchgeführt. Nach vorliegendem Bauprogramm sollten die Bauarbeiten im Frühjahr 2009 abgeschlossen sein. Parallel dazu laufen die Leistungstests und Betriebsoptimierungen. Ende 2009 erwarten wir den Schlussbericht. Die Kosten für das mit Gemeinde Rottenschwil gemeinsam erstellte Regen- und Havariebecken bei der ARA sind aufgeteilt und abgerechnet.
Grosses Interesse zeigte die Bevölkerung am Besuchstag der Baustelle vom 15. März. Die rund 150 Besucherinnen und Besucher wurden in kleinen Gruppen durch die Baustelle geführt und profitierten vom Fachwissen unserer Ingenieure. Bereits zwei Tage zuvor trafen sich rund 70 neugierige Fachleute und Klärmeister. Diese machten eine Erkundungstour auf der Baustelle, v.a. im Bereich der Biologie mit den neuartigen Trägermodulen und besuchten die anschliessenden Fachvorträge im Restaurant Hecht. Insgesamt zwei gelungene Veranstaltungen mit positiven Rückmeldungen.
Arbeitssicherheit
Aufgrund der Fällmittelmenge untersteht die ARA neu der Störfallverordnung. Der Abwasserverband beabsichtigt in Zusammenhang mit dem Ausbau der ARA und der Pikettregelung die Einsatzplanung für Stör- und Havariefälle auf der ARA zu regeln. Ziel ist, die Einsatzplanung für Kläranlagenpersonal und Feuerwehren mit einfachen, verständlichen Dokumenten aufzuzeigen. Die Dokumente werden aufgrund vorhandener Strukturen und Vorgaben aus Gesetzen, Richtlinien und Empfehlungen (Arbeitsgesetz, EKAS, Feuerwehr, Versicherungsamt etc.) erstellt. Karl Schneider hat in Zusammenarbeit mit dem Klärmeister auf Basis von SUVA-Richtlinien verschiedene Checklisten zur internen Arbeitssicherheit ausgearbeitet.
Regenbeckensteuerung, Verbands-GEP
Im Berichtsjahr wurde das regionale Regenüberlaufkonzept aus dem Jahre 2000 aktualisiert, ein Zustandsbericht über Gefahrenbereiche erstellt sowie die Störfallvorsorge und das Steuerungskonzept auf Stufe Verband aufgezeigt. Gleichzeitig wurden die Schnittestellen zu den dezentralen Regenbecken festgelegt sowie die erforderlichen Sanierungsmassnahmen samt Kostenschätzung aufgezeigt. Ziel ist, die Sonderbauwerke der Gemeinden (Regenbecken) und das Kanalnetz mit der ARA des Verbandes unter Berücksichtigung der Umwelt optimal zu betreiben. Grundlagen für den regionalen Entwässerungsplan sind in den Generellen Entwässerungsplänen der Gemeinden enthalten.
Fremdwasser
Verbandsgemeinden mit grossem Fremdwasseranteil (Oberlunkhofen und Oberwil-Lieli) haben in den letzten Jahren erhebliche Investitionen getätigt um einerseits das Sauberwasser vom Schmutzwasser zu trennen und andererseits das Fremdwasser von den Kanalisationsleitungen abzuhalten. Gespannt warten wir nun auf die nächsten Messwerte.
Zusammenarbeit mit Jonen-Ottenbach
Der Kläranlagenverband Jonen-Ottenbach steht seit längerer Zeit vor einer umfassenden Erneuerung und einem Ausbau der eigenen Kläranlage. Bereits im Jahre 2001 wurde im Rahmen eines Variantenvergleiches ein Anschluss an die ARA Kelleramt geprüft. Obwohl die technischen Aspekte und der mögliche Kostenteiler unbestritten waren, wurde der Zusammenschluss aufgrund einer Anschlussstudie mit entsprechenden Vergleichskosten von Seiten Jonen-Ottenbach aus politischen und finanziellen Gründen verworfen. In der Zwischenzeit haben wir unsere ARA Kelleramt saniert und beinahe fertig ausgebaut.
Auf Druck der zürcherischen Aufsichtsbehörden (AWEL) und einem veränderten politischen Umfeld in den massgebenden Behörden, wurde die Anschlussoption im Berichtsjahr aktualisiert und ein erneutes Anschlussgesuch an den Abwasserverband Kelleramt gestellt. Unsere Vorstandsmitglieder stehen diesem Vorhaben grundsätzlich offen gegenüber und haben Gesprächsbereitschaft signalisiert. Zur weiteren Begleitung und Führung durch die anstehenden nicht ganz simplen Planungsprozesse und rechtlichen Abklärungen wurde Herr Alex Benz vom Ingenieurbüro Hunziker Betatech als Berater zugezogen. Die in einer Arbeitsgruppe festgelegten Ziele und die Aufgabenformulierungen versprechen künftig eine interessante Phase.

